Ein Comic-Strip aus dem Iran


Wenngleich ich die Kopftuch Diskussion ansich eher abseits betrachtet habe, finde ich sollte die Berliner Zeitung bei ihrer Betrachtung nicht ganz so einseitig vorgehen. Zwang ist immer schlecht. Aber ein Kopftuch alleine ist nicht vielmehr als harmlos. Ich persönlich kann gut damit leben; werde ich doch nicht und von niemand gezwungen (auch meine Frau nicht…und meine eventuell mal existierenden Nachkommen)… insofern ist das Problem “Iran” nicht in einem Topf mit dem Kopftuch oder dem Islam zu werfen… finde ich.


Das Kopftuch war nur der Anfang. »In ihrer autobiografischen Comic-Geschichte Persepolis erzählt die iranische Zeichnerin Marjane Satrapi von der Tragödie der iranischen Revolution und von den verlorenen Hoffnungen der bürgerlichen Linken. Sie erzählt dies aus der Perspektive eines heranwachsenden Mädchens: 1979 war Satrapi zehn Jahre alt, ihre Kindheit verbrachte sie noch unter dem Schah, ihre Pubertät unter dem erstarkenden Mullah-Regime – und ihre späteren Jugendjahre schließlich im österreichischen Exil, wohin die Eltern sie während des Iran-Irak-Krieges schickten. […] Auf der allerersten Seite sieht man die kleine Marjane vor dem Tor ihres Schulhofes stehen, eine grimmige Wächterin der jungen Revolution fordert sie auf, ein Kopftuch überzuziehen. Hinter den Schulmauern kann man bereits die ersten islamisch korrekt gekleideten Mädchen erkennen – wenn auch noch bei einem jener fröhlichen Spiele, die ihnen bald verboten sein werden. Ins zufällige Augenblicksbild ist die Drohung einer ganzen Biografie eingeschrieben; in der Überschneidung von Vergangenheit und Zukunft verschränken auch das Private und Politische sich in nie wieder zu entwirrender Weise.« Die Lektüre sei all denen empfohlen, die das islamische Kopftuch immer noch unter »harmlose Folklore« abhaken wollen. [Berliner Zeitung]”



Quelle: http://schockwellenreiter.server-wg.de/blog/2447

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