Die Wahrheit zwischen den Zeilen


Man soll es ja nicht für möglich halten, aber beim Durchblättern eines handelsüblichen Wörterbuches kann man schon auf ganz erstaunliche Dinge treffen.


Ein Beispiel:


Man fängt beim Wort “genesis” an (Wo sonst?!?).


Es folgt “genetic”, was auch irgendwie Sinn macht, denn ohne Genetik gehts nunmal nicht weiter.


Danach kommen “genial” und “genie”. Scheint es auch zu sein, sonst würde es nicht so umfassend funktionieren.


“genitive” will auf den ersten Blick nicht so recht reinpassen, aber solch grosse Sachen wie Evolution bringen immer komische Artefakte zu Tage, die wieder aussterben (“Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.”).


Das nächste Wort ist “genius”. Warum nicht? Im Laufe von Millionen Jahren wird es sicher den einen oder anderen “begnadeten Menschen” (laut Wörterbuch) geben. Eine Nebenübersetzung als “böser Geist” lässt Schlimmes erahnen.


Und es passiert tatsächlich: “genocide” (Völkermord) lässt keinen Zweifel an der Gesinnung dieses “begnadeten Menschen”.


Bei “gent” (feiner Mann), “genteel” (vornehm) und “genteelism” (feiner Ausdruck) nimmt das Wörterbuch eine ironische (?) Wertung des “begnadeten Menschen” vor.


Schließlich landen wir bei “gentile”, womit der aktuellen Politik Rechnung getragen wird.


Wörterbücher: Die stillen Propheten?


geschrieben von Jens Heymann

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