“Bei Ihnen zu Hause werden gezielt Frauen verstümmelt und Rentner mit Knüppeln erschlagen !”


Genau dies ist ein O-Ton aus der letzten Sendung “Frontal 21” (ZDF). Wer sich das ganze nocheinmal ansehen möchte, möge hier schauen.


Ziemlich krass ? Ja. Ziemlich. Und ziemlich weit am Ziel vorbei. Es ging den Redakteuren wohl darum mit allen Mitteln Stimmung gegen Computerspiele und die USK zu machen. Da wurden Ministerpräsidenten mit “harten Fakten und Material konfrontiert”. Und die sagten was die Redakteure hören wollten: “Produktion solcher Spiele gehört verboten!”, “Wir brauchen Zwischenergebnisse, wir müssen verbieten”.


Ich finde die Redakteure machen es sich da zu einfach. Es ist richtig und wichtig sich zu fragen wieso Blut-Fontänen in Prügelspielen notwendig sind. Jedoch sehe ich – bis auf die Tatsache das man dann eben eine “Ab 18”-Empfehlung aussprechen sollte – keinen Handlungsbedarf. Spiele-Hersteller produzieren Spiele die sich verkaufen lassen. Spiele mit derartigen Szenen lassen sich offenbar gut verkaufen. Jedes Verbot oder jeder Eingriff in diesen Bereich stellt für mich Zensur dar.


Der Beitrag von “Frontal 21” bringt dann aber noch weitere, für mich seltsame, Betrachtungen: “Die Kontrolle der Altersempfehlung wird auf die Verkäufer abgewälzt”. Wieso ? Sicherlich sollten die Verkäufer kontrollieren was die Kinder da eigentlich kaufen. Aber verdammt nochmal: Haben die Kinder denn keine Eltern ?


Wenn ich als 13 jähriger Jungspunt in den nächsten Mediamarkt gerannt wäre und hätte mir Doom 3 gekauft – sicherlich hätte ich es dort kaufen können. Aber dann ? Ich wäre nachhause gekommen und meine Eltern hätten sich doch arg gewundert was ihr Sohnemann da für Kram nachhause bringt.


Sie hätten sich gewundert woher ich das Geld dafür habe (ich habe als 13 jähriger, oder auch als 16 jähriger nicht mal eben 75 Euro aus dem Armel geschüttelt). Sie hätten sich gewundert mit was für Themen ich mich da so beschäftige.


Auch ich spiele heute gerne ab und zu mal einen Ego-Shooter, egal welcher Art und mit welchem Ziel. Jedoch entwickle ich mich doch deshalb nicht automatisch zum Massenmörder.


Natürlich hat “Frontal 21” das Beispiel vom Amok-Lauf in Erfurt gebracht. Der damalige Amok-Läufer habe mit Computerspielen zuhause das Zielen geübt. Gequirlter Unsinn ! Der Typ war in einem Schiess-Sport-Verein. Der war bestens an echten Waffen ausgebildet. Wer da irgendwelche Computerspiele als Grund heranzieht, der weiss das entweder nicht, oder überschätzt das Thema “Gewalt in Computerspielen” deutlich.


Mich würde ja brennend interessieren wie meine Leser darüber denken und ob ich überhaupt rübergebracht habe wie ich drüber denke 😉

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