Quicksilver und die Plugin Infrastruktur von MacOS X


QuickSilver kann sich auch in die meisten Mac Applikationen integrieren, als so genannter Service.


Das funktioniert ganz einfach. Mac OS kennt eine generische Plug-In Infrastruktur. Wenn Du Dir mal die Informationen zu einer Mac Applikation anschaust, findest Du dort auch Einstellungen zu Sprachen und Plug-Ins. Einfach das Programm im Finder auswählen und “Apfel-I”, “Ablage – Information” oder in Quicksliver mittels der Aktion “Get
Info” das Info-Fenster öffnen. Du siehst dann gleich, was ich meine. Du kannst Dir auf diesem Weg auch die Plug-Ins von Quicksilver selbst anzeigen lassen.


Viele Programme unterstützen auch generische Plug-Ins, sogenannte Services. Diese werden normalerweise über das Applikationsmenü eingebunden, also z.B. “Mail – Dienste” oder “Pages – Dienste”. Das Plug-In hat dann vollen Zugriff auf die ihm bekannten Schnittstellen des Programms. Quicksilver nutzt dies, um markierten Text zu extrahieren oder um Text in das Programm einzusetzen. Guck mal in “Applikation – Dienste”, ob Du dort “Send to Quicksilver” findest. Musst dafür evtl. neu starten, je nach Plug-In. Services können auch Tastaturkürzel haben, Standard für Quicksilver ist “Apfel-Esc”. Praktisch ist dann die Funktion “Add to Shelf”, zusammen mit “Shelf open” und “Objekt einsetzen”. Probier es einfach mal aus.


Es gibt noch weitere nützliche Services. Die Word Services können in beliebigen Dokumenten Wörter, Zeichen und Sätze zählen und Gross- und Kleinschreibung ändern. Excaibur erweitert Applikationen um eine erweiterte Rechtschreibkontrolle.


Services klappen immer dann recht gut, wenn die Programme standardisierte Schnittstelen implementieren. Meist werden diese Schnittstelle direkt von Apple vorgegeben. Sehr nützlich ist dabei eine spezielle Funktion von Objective C. Durch Interfaces kann man in beliebige Klassen nachträglich Code injizieren, ohne denn Originalcode zu ändern. Damit wird es dem Hersteller sehr leicht gemacht, bestehende Applikationen an neue Schnittstellen anzupassen.


Dieses nachträgliche Anpassen wäre eigentlich was für die Open Source Leute. Dann gäbe es unter Linux nicht mindestens drei verschiedene Standards für die Zwischenablage. Ideal wäre natürlich ein Modell, bei dem verschiedene Standards konkurrieren können. Wenn sich einer als überlegen herausstellt, müssten die anderen mit wenig Aufwand angepasst werden können. Ist aber vermutlich weniger ein technisches als ein politisches Problem.


geggo

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