And the Winner is?


Ein wenig Zeit für Off-Topics! (Obwohl ich schon wieder höre: “Es gibt keine Off-Topics!”)


Zuallererst: Ich schreibe auf Deutsch (Globalisierung hin oder her).


Heutiges Thema: Die Zukunft der Oscar-Verleihung


Als filmversierter Mensch muss ich sagen, dass die Bedeutung dieser Trophäe im Allgemeinen überschätzt wird, ausser vielleicht für den besten Film, der dann nochmals in die Kinos kommt und sein Box-Office aufbessert.


Besonders die Schauspieler bedanken sich jedes Jahr in melodramatischster Weise bei allem und jedem, (Als ob es um ihr Leben gehen würde.), zum Star gemacht hat es sie allerdings selten.


Wobei wir damit schon beim Kernproblem angelangt sind: Der Show gehen die Stars aus. Gut, Leonardo DiCaprio kennt auch der Nicht-Insider, aber den Rest? Dementsprechend langweilig und ereignislos ist das Ganze dann auch. Und vor allem: Wer hat überhaupt einen der nominierten Filme gesehen (Was zugegebenermaßen ganz witzig in der Show parodiert wurde.)?


Meine Vorschläge deshalb zur Attraktivitätssteigerung:


– die Länge von drei Stunden auf die Hälfte reduzieren (die Dankesreden streichen)


– den roten Teppich für die Presse sperren (spart nochmal eine halbe Stunde)


– nur Filme für die Nominierung zulassen, die entweder in den USA oder außerhalb (nicht zusammengerechnet!) mindestens 100 Mio. Dollar eingespielt haben. Damit macht man die Show wieder mainstreamiger.


Am Beispiel für die Verleihung 2006 sähe das bis jetzt folgendermaßen aus:


– 4 Filme, die diese Kriterien bislang erfüllen: Hitch, Robots, Constantine und The Pacifier (heißt hierzulande Der Babynator)


– als Bester Hauptdarsteller wären dann nominiert: Will Smith, Kevin James (der aus King of Queens), Rodney Copperbottom (der Roboter aus Robots, wobei dann nicht mehr gesagt werden könnte, dass Animationen niemals an menschliche Schauspielleistungen herankommen), Keanu Reeves und Vin Diesel.


Wäre das schlechter als Leonardo DiCaprio, Jamie Foxx, Johnny Depp, Don Cheadle und Clint Eastwood?


Jens Heymann

  1. #1 by Tino on May 6, 2005 - 10:44

    endlich mal ordentlich deutsch!

    😉

  2. #2 by Bulli on May 6, 2005 - 15:46

    Hallo,

    du meinst das ironisch bzw. provozierend, oder?

    > nur Filme für die Nominierung zulassen, die entweder in den
    > USA oder außerhalb (nicht zusammengerechnet!) mindestens 100
    > Mio. Dollar

    Dann kannst du die Auslaendischen Filme streichen ersatzlos streichen. Ich kenne keinen einzigen Hollywood-Film, der im letzten Jahr mindestens 100 Mio. Dollar eingespielt hat und einen europaeischen Filmpreis auch ansatzweise verdient haette.

    Gruss,
    Bulli

  3. #3 by Venom on May 6, 2005 - 16:20

    Natürlich ist das ironisch gemeint, aber trotzdem ein hübsches Gedankenspiel.

    Denn, mal ehrlich: Das Getöse machen doch eh nur die Großen, und die vielen kleinen Problemfilme sieht entweder niemand, oder man versteht sie nicht (Stichwort Autorenfilm). Und sie sind den meisten auch egal, aber was nicht egal ist (und seien sie noch so seicht), sind der nächste Spiderman, Star Wars, Harry Potter oder HDR.

  4. #4 by Tino on May 7, 2005 - 10:04

    Wer hat was ironisch gemeint?

  5. #5 by Thomas Peterson on May 7, 2005 - 17:40

    Hey

    Also Will Smith, Kevin James sind Cool und die Film fande ich auch gut.

    King of Queens Fan 😀

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