China – Du Land meiner Träume


(Achtung! Dies ist Polemik!)


So muss es zumindest in den Köpfen vieler Manager vorgegangen sein. Also flugs in das Land und so viele Marktanteile klarmachen, wie geht (So muss es auch vor hundertfünfzig Jahren bei der Kolonisierung Afrikas abgelaufen sein.).


Entsprechend viel Kapital wird investiert, wird ge-offshored was geht, in dem guten Glauben, in China 1,3 Milliarden neue Konsumenten zu finden.


Nur irgendwas scheint da nicht so zu laufen, wie es soll.


Grund 1: In den richtigen Maßstäben denken…
Ich habe ja echt aufgelacht, als ich hörte, dass VW riesige Absatzprobleme in China hat. Ist ja genau wie hier; wozu dann der ganze Aufwand? Denn die Chinesen sind nicht dumm, und kaufen lieber die billigeren Asiaten. Außerdem: Hat sich bei VW eigentlich mal jemand darüber Gedanken gemacht, wie ein Chinese seine sieben Kinder in einem kleinen Polo zum Familienausflug mitbekommt?


Grund 2: Original? Völlig egal…
Anders als der markenbewußte Europäer oder Ami spielt beim Chinesen der Preis die einzige Rolle. Also lieber eine preiswerte Kopie, als ein teures Original. Bei Monatslöhnen um die 50 Dollar hätte sich zum Beispiel Armani vorher überlegen sollen, ob er wirklich in China sein Glück findet.


Grund 3: Die Partei hat immer Recht…
Und folglich niemals die Anderen. So müssen neuerdings in der Autoindustrie 40% der Zulieferteile aus China selbst kommen. Und BMW und Co. gucken dumm aus der Wäsche. Da fragt man sich doch, was sich die KP noch so alles einfallen lässt. Und Rechtssicherheit gibt es bekanntlich nirgendwo in China.


Grund 4: Und den Schwarzen Peter, den hast du!
Spätestens, als die Autobauer mit erstauntem Blick auf der Shanghai Auto diesen Jahres feststellten, dass ihre chinesichen Partner sich vor allem damit beschäftigt haben, möglichst gute Plagiate der Autos herzustellen (Sowas nennt man wohl Technologietransfer”…), die sie eigentlich im Original in Kooperation bauen sollten, womit wir wieder bei Grund 2 angelangt wären. Der gewisse amerikanische Kühlschrankbauer jedenfalls würde heute nicht noch einmal sein Know-How “transferieren”, denn dann hatte hätte er nicht die Hälfte seines Absatzes im eigenen Land an den ehemaligen Zögling verloren.



Fazit:
Warten wir einfach mal ab, was aus dem China-Abenteuer wird.



Noch ein Zitat aus dem Internet:
“In Deutschland ist das Spionagenetz ebenfalls flächendeckend organisiert:
Die unterste Ebene sind die Studenten. Die hierfür zuständigen Agenten aus den Reihen der Studenten müssen einmal pro Monat in den für sie zuständigen Konsulaten erscheinen um ihren Führungsoffizieren alle wichtigen Ereignisse zu berichten, z.b. ist für Köln das Konsulat in Bonn zuständig, für die technologisch besonders wichtige Region Erlangen-Nürnberg ist München zuständig etc.” LOL!!!


Quelle: http://www.chinaintern.de/article/Wirtschaft_Hintergrundberichte/1115198982.html


Jens Heymann

  1. #1 by Thomas on May 9, 2005 - 22:05

    “Warten wir einfach mal ab, was aus dem China-Abenteuer wird.”
    Nichts Gutes. Darauf verwette ich meinen europäischen Arsch.

  2. #2 by Tino on May 10, 2005 - 05:34

    Sowas nennt man wohl “Technologietransfer”.

    *lach

    genauso isses!

    ich empfehle auch den Wetten-Dass-China Artikel im aktuellen Spiegel.

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