Update-Zeit sparen mit Raubkopien.


Man lernt ja nicht aus! Und heute habe ich etwas ganz ganz wichtiges gelernt: Unter Zuhilfenahme von zusammengewürfelten CD Images aus zweifelhaften Quellen (die nächste Piratenbucht zum Beispiel) kann man wertvolle Zeit sparen!

Zeit ist Geld! Und das Geld rechtfertigt so manches.

Nunja genug der Satire – ich bin ja nun auch von der softwareschreibenden Zunft und letztlich wie jeder andere darauf angewiesen dass eben keine nicht lizensierten oder nicht zweifelsfrei von mir selbst stammenden Kopien meiner Produkte im Umlauf sind.

Das geht schon los bei so Sachen wie Support – den zu leisten ist nämlich schwer wenn man nicht weiss was der nette Herr von der CD-Image erstellenden Zunft so alles noch mit dazugemischt hat – und endet bei so Sachen wie den Raubkopien.

Berichten gestandener IT-Servicedienstleistern zufolge bedient man sich selbst auch gerne mal am “All-you-can-Eat” Buffet. Natürlich hat das dann nichts mit Raubkopien zu tun sondern dient nur dazu ein wenig Zeit einzusparen. Ohje – die Satire kommt schonwieder durch. Gut gut Zeit für ein Zitat:

“Jede Raubkopie ist in der Regel eine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken. Gemäß § 106 Urhebergesetz mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Auch der Versuch selbst ist strafbar. Heftiger werden die Strafen bei einer gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung. Eine gewerbsmäßige Verwertung liegt immer dann vor, wenn dies in Gewinnerzielungsabsicht erfolgt. Hier droht gemäß § 108 a Urhebergesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Selbstverständlich bestehen zivilrechtliche Ansprüche neben der Strafbarkeit.”

So kommt man dann – obwohl man natürlich nur die besten Absichten hatte – in Teufels Küche. Meines Erachtens ist etwas was man nicht eindeutig aus einer vom Hersteller abgesegneten Quelle bezogen hat ersteinmal eine unerlaubte Kopie. Das wird dann je nach Einzelfall – im Falle eines IT-Dienstleisters – schneller als einem lieb ist zu einer unlizensierten “Raubkopie”. Auch wenn man noch soviele Lizenzen im Schrank liegen hat wird aus dem kopierten Datenträger und der damit erstellten Installation rein rechtlich kein Original. Jedenfalls nicht gezwungenermassen.

Source: http://www.internetrecht-rostock.de/raubkopierer.htm

  1. #1 by John Doe on November 12, 2008 - 19:31

    Interessanter Standpunkt. 🙂

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